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Dichter, Schriftsteller und kritischer Journalist

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(c) Steiermärkisches Landesarchiv

 

Digitale Rosegger Wandernadel

 „Nun waren wir oben, standen auf der Spitze…. Um uns lag in einer unendlichen Ruhe die Krone der Alpen“.

Kaum zu glauben. Diese Textpassage von Peter Rosegger aus den Schriften des Waldschulmeisters ist mehr als 100 Jahre alt. Schon damals verspürte der Heimatdichter den Wunsch nach Rückzug aus der hektischen Welt und beschrieb, wie er diese Ruhe unter anderen auf den Almen und Berggipfeln der HOCHsteiermark fand. Er war nicht nur ein wundervoller Poet, sondern auch ein echter Liebhaber der Natur.

Header Wandernadel 01

Rosegger Fans aufgepasst: passend zum Jubiläumsjahr gibt es eine eigens kreierte digitale Peter-Rosegger-Wandernadel. Sie führt zu den Gedenkstätten und zu einigen Lieblingsplätzen des Heimatdichters. Als Belohnung wartet nicht nur ein Rosegger-Diplom sondern auch der humorvoll gestaltete Peter Rosegger-Reiseführer „Erd´n gspian“. 
Haben wir euer Interesse geweckt? - Dann wünschen wir euch viel Spaß auf den Spuren des großen Heimatdichters Peter Rosegger. Hier findet ihr die dafür nötige kostenlose App von Summit Lynx. 


Sein Leben

„Ich schätze höher das Natürliche als das Gemachte, das Ländliche höher als das Städtische, die Einfachheit höher als den Prunk, die Taten höher als das Wissen, das Herz höher als den Geist.“

Peter Rosegger – der wohl bekannteste und nachdenklichste HOCHsteirer der Geschichte, ein Mensch der auch 100 Jahre nach seinem Tod viele Menschen fasziniert und zum Nachdenken anreg, da er sich schon damals mit Themen wie dem Umweltschutz, Landflucht und Bildungsfragen auseinander setzte – Themen die auch heute noch topaktuell sind und für Diskussionsstoff sorgen.
 
Sein Leben begann am 31. Juli 1843, da erblicke er in Krieglach am unteren Kluppeneggerhof am Apl als erstes von insgesamt sieben Kindern das Licht der Welt. Seine Eltern hießen Maria und Lorenz und waren vom Beruf Bergbauern. Peter war allerdings zu schwächlich um selbst Bauer zu werden. Allerdings konnte er gut erzählen und war generell ein sehr aufgewecktes Bürschchen, da hatten seine Eltern die Idee das er doch für einen geistlichen Beruf taugen könnte. Ein Priester riet von der Idee jedoch ab und so begann er eine Lehre als Schneider bei „Störschneider“ Ignaz Orthofer. Er lernte dadurch viel on seinem Land kennen, arbeitete an über 60 Höfen und traf zahlreiche Leute. So wundert es einen auch nicht das er in seiner Lehrzeit eine Vielzahl an Schriften aufs Papier brach.
 
1864 wurde der Redakteur der Grazer Tagespost, Dr. Adalbert Svoboda, auf ihn aufmerksam. Gemeinsam mit Brauindustriellen Peter von Reininghaus, verschaffte sie Peter die Möglichkeit, seine fehlende Bildung an der Akademie für Handel und Industrie nachzuholen. Vier Jahre darauf folgte ein schwerer Schickalsschlag: seine Eltern konnten den Hof, sein Geburstshaus, finanziell nicht mehr halten- sie waren verschuldet und mussten es verkaufen.
 
Ein Jahr darauf im Jahr 1869 verließ Peter Rosegger die Handelsakademie und konnte von nun an als freier Schrifsteller leben. Sein erster Buch „Zither und Hackbrett“ erschien im Verlag Pock und war eine Zusammenarbeit mit einem Freund von ihm, dem Dichter Robert Hamerling, und war eine Sammlung von Mundartgedichten.
 
Im Jänner verstarb seine Mutter Maria, im selben Jahr lernte er Anna Pichler kennen, die Tochter eines Hutfabrikanten. Die beiden heirateten am 13.Mai 1873 und im Februar des Folgejahres krönnte das Glück des Brautpaares die Geburt ihres Sohnes Sepp. Allerdings hielt das Familienglück leider nicht lange an: bei der Geburt ihrer Tochter Anna im März 1875 verstarb Peter Roseggers Gattin.
 
Peters Art mit dem Schmerz und diesem Schicksalsschlag umzugehen? Arbeit! Er war auf der suche nach einer neuen Herausforderung und begann schließlich im Oktober 1876 mit der Herausgabe seiner Zeitschrift „Der Heimatgarten“. Insgesamt 3.000 Abonnenten konnte er sein nennen, was für die damalige Zeit eine ganze Menge war. Er schaffte es auch viele Prominente Mitarbeiter für seine Zeitung zu gewinnen, darunter fallen zum Beispiel Ludwig Anzengruber, Wilhelm Busch, Marie Ebner-Eschenbach, Robert Hamerling, Hans Kloepfer, Karl May, Bertha von Suttner, Leo Tolstoi. Sein Geheimnis: er regte zum Nachdenken an. Er sprach Themen an die bislang still und heimlich in den eigenen vier Wänden beredet wurden. Auch das Thema Randgruppen der Gesellschaft war oft Thema in seinen Reportagen, worauf die Leute mit Protesten reagierten. Und trotz seiner journalistischen Arbeit kam seine Leidenschaft, das Dichten nicht zu kurz. Finanziell ging es auch bergauf – er konnte sich ein Landhaus in Krieglach erbauen. Auch vor den Traualtar trat er nochmal. Die Glückliche hieß Anna Knaur und war die Tochter eines wohlhabenden Baumeisters Wenzel Ludwig Knaur. Dies gebar ihm im August 1880 einen Sohn namens Hans Ludwig. 
 
Dank seiner Sammelaktion fand am 05. Mai 1902 die Grundsteinlegung am Alpls für die Waldschule statt. 
 
Am 26. Juni 1918 verstarb Peter Rosegger in seinem Landhaus in Krieglach. 
 
Zuvor gab es allerdins noch zahlreiche Auszeichnung: im August 1903 wurde ihm das Ehrendoktorat der Universiät Heidelberg verliehen. 1913 und 1918 wurde er sogar für den Literatur-Nobelpreis vorgeschlagen. Es folgten neben dem Ehrendokotorat der
Wiener universität noch die Ehrenbürgerschaft der Stadt Graz , das Ehrenzeichen für Kunst und Wissenschaft das Ehrendoktorat der Grazer Universität was von der Jüdischen Fakultät beantragt wurde und 1918 bekam er das Großkreuz des Franz.-Joseph-Ordens verliehen von niemand geringerem als Kaiser Karl. Diese Ehre hatte zuvor nur der Dichter Franz Grillpanzer erhalten.


Gedenkstätten in der HOCHsteiermark 

Peter Rosegger Jubiläumsjahr  - Geburtsthaus
Peter Rosegger Jubiläumsjahr 
 - Waldschule
Peter Rosegger Jubiläumsjahr -  Museum Krieglach

Denkmal in Krieglach
Grab von Peter Rosegger
 
(c) Jakob Hiller

Veranstaltungen 

Wenn sich Peter Roseggers Geburtstag zum 175. Mal jährt und der Todestag genau 100 Jahre zurückliegt,
dann bewegt sich einiges in der HOCHsteiermark rund um den „Waldbauernbub“ Peter Rosegger.

Hier findet ihr alle Veranstaltungen. 


Werke

Gedichtbände
Zither und Hackbrett, 1870
Mein Lied, 1911
Steirischer Waffensegen, 1916

Romane
Die Schriften des Waldschulmeisters, 1875
Heidepeters Gabriel, 1882
Der Gottsucher, 1883
Jakob der Letze, 1888
Peter Mayr. Der Wirt n der Mahr, 1891
Das ewige Licht, 1897
Erdsegen, 1900
Weltgift, 1901
I.N.R.I., 1905
Die Försterbuben, 1907
Die beiden Hänse, 1911

Erzählungen
Geschichte aus Steiermark, 1871
Geschichten aus den Alpen, 1873
Streit und Sieg, 1876
Mann und Weib. Liebesgeschichten, 1879
Allerhand Leute, 1888
Der Schelm aus den Alpen, 1890
Durch!, 1897
Als ich noch der Waldbauernbub war, 1902
Wildlinge, 1906
Lasset uns von Liebe reden, 1909
Der erste Christbaum
Der Wald brennt
Vom Kreuzweg des Lebens. Novellistische Studien von Hans Malser, 1881

Autobiographisches
Waldheimat, 1877
Meine Weltleben, 1898 - 1914
Schriften in Steirischer Mundart, 1907


 









Wenn sich Peter Roseggers Geburtstag zum 175. Mal
jährt und der Todestag genau 100 Jahre zurückliegt,
dann bewegt sich einiges in der HOCHsteiermark rund
um den „Waldbauernbub“ Peter Rosegger.
Der Begriff „Waldheimat“ und der Name „Peter Rosegger“
sind heute nahezu untrennbar miteinander verbunden.

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